{"version":"1.0","provider_name":"Pferdegesundheitsakademie","provider_url":"https:\/\/pferdegesundheitsakademie.de","author_name":"Dr. Kai Kreling","author_url":"https:\/\/pferdegesundheitsakademie.de\/author\/dr-kai-kreling\/","title":"Hufhorn spr\u00f6de und br\u00f6ckelig \u2013 Was tun?","html":"<h2>Wie k\u00f6nnen die Qualit\u00e4t des Hufhorns und die Wachstumsgeschwindigkeit beeinflusst werden?<\/h2>\r\nDas Fell und die Haut des Pferdes funktionieren als\u00a0<strong>Spiegel der Allgemeingesundheit<\/strong>. Das Hufhorn ist genau wie das Fell ein direktes Produkt der Haut und damit unmittelbar mit dem Hautstoffwechsel verkn\u00fcpft. Haare und Haut sind in ihrer Mikrostruktur ebenfalls absolut miteinander vergleichbar. Somit gilt, was f\u00fcr das Fell gut ist, ist auch f\u00fcr das Hufhorn gut!\r\n\r\nSowohl im\u00a0<strong>Herbst<\/strong>, aber auch im\u00a0<strong>Fr\u00fchjahr\u00a0<\/strong>wechselt das vollst\u00e4ndige Haarkleid. Wenn man bedenkt, wie viel Fell vor allem im Fr\u00fchjahr abgeworfen wird, so kann man sich vorstellen, wie viel Energie dazu aufgewendet werden musste es zu produzieren. Nicht nur sehr viel Energie, sondern auch die notwendigen Bausteine, wie\u00a0<strong>Proteine, Fetts\u00e4uren, Vitamine und Spurenelemente werden in gro\u00dfen Mengen ben\u00f6tigt<\/strong>.\r\n<h3>Das Hufhorn wird in Zeiten des Fellwechsels weniger produziert und \/ oder ist je nach Stoffwechselsituation in dieser Zeit von geringerer Qualit\u00e4t.<\/h3>\r\nDiese unterschiedlichen Wachstums- und Hornqualit\u00e4tsabschnitte sind am ringf\u00f6rmigen Aussehen der Hornkapsel in unterschiedlicher St\u00e4rke und Auspr\u00e4gung bei fast allen Pferden zu finden.\u00a0<strong>Die Hornkapsel ben\u00f6tig bis zu 14 Monaten vom Kronrand bis zum Tragrand des Hufes herunter zu wachsen und sich damit einmal komplett zu erneuern.<\/strong>Defizite bzw. Mangelversorgung sind daher noch lange am Huf \u201eablesbar\u201c. Bausteine f\u00fcr die Hornbildung sind dem Bedarf bei der Fellbildung im Fellwechsel vergleichbar. Die Konzentration an Spurenelementen und Mineralstoffen entsprechend der zu produzierenden Hornmenge sehr hoch.\r\n\r\nZu den Inhaltsstoffen, die vermehrt zur Verf\u00fcgung gestellt werden sollen, geh\u00f6rt vor allem\u00a0<strong>Zink<\/strong>. Als Spurenelement ist Zink nicht nur an der Bildung von Keratin, einem Hauptbestandteil des Haares und Horns, beteiligt. Es unterst\u00fctzt auch die Zellteilung und das Wachstum der Haare und der hornproduzierenden Saumbandszellen. Neben\u00a0<strong>Kupfer, Mangan<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Selen\u00a0<\/strong>werden auch\u00a0<strong>Fols\u00e4ure\u00a0<\/strong>und\u00a0<strong>Biotin\u00a0<\/strong>zum\u00a0<strong>Zellwachstum<\/strong>\u00a0und der\u00a0<strong>Hornneubildung\u00a0<\/strong>ben\u00f6tigt.\r\n<h3>In einer Erfahrungsstudie haben wir\u00a0<strong>unterschiedliche Futterzus\u00e4tze<\/strong>\u00a0zur Hornqualit\u00e4tsverbesserung \u00fcber einen langen Zeitraum von mehr als 2 Jahren getestet.<\/h3>\r\nEs wurde mit Pferde gearbeitet, die deutlich schlechtes Hufhorn aufwiesen, z. B.\r\n<ul>\r\n \t<li>St\u00e4ndig ausbrechende W\u00e4nde<\/li>\r\n \t<li>Ausreissen der Nagell\u00f6cher<\/li>\r\n \t<li>Spr\u00f6des Horn, das beim Nageln keinen Halt gab<\/li>\r\n \t<li>St\u00e4ndig lose Hufeisen und verlorene Eisen<\/li>\r\n \t<li>Huf w\u00e4chst nicht schnell genug nach \u2013 zu wenig Hufhornwachstum<\/li>\r\n<\/ul>\r\nDie Zugabe zum t\u00e4glichen Futter mit einer Kombination aus f\u00fcr den Hufhornstoffwechsel n\u00f6tigten hochkonzentrierten Bestandteilen (<strong>Farriers formula<\/strong>) und den entsprechenden Stoffwechselstimulantien\u00a0<a class=\"color-button teal\" href=\"https:\/\/kaikreling.de\/produkt\/kk-mobilitaetplus\/\">KK-Mobilit\u00e4tPlus<\/a>\u00a0hat den deutlich gr\u00f6\u00dften Effekt gezeigt. Der Effekt war messbar,\u00a0<strong>als der komplette Huf nach etwas mahr als einem Jahr heruntergewachsen war<\/strong>. Die jetzt subjektiv festgestellte\u00a0<strong>Hornqualit\u00e4t\u00a0<\/strong>durch Besitzer, Hufschmied und Tierarzt war\u00a0<strong>extrem verbessert<\/strong>.\u00a0 Das Ergebnis zeigte deutlich stabileres Horn, kaum noch Einreissen der Hornw\u00e4nde und nur noch gelegentliches Verlieren der Hufeisen.\r\n\r\nWas durch die Futtererg\u00e4nzung nicht beeinflusst werden konnte, war die Menge an nachwachsendem Huf. Die\u00a0<strong>Wachstumsgeschwindigkeit\u00a0<\/strong>von nachwachsendem Horn konnte allerdings\u00a0<strong>durch das t\u00e4gliche Einreiben \/ Einmassieren von Lorbeer\u00f6l<\/strong>\u00a0mit den Fingern\u00a0<strong>verbessert\u00a0<\/strong>werden. Der mit Lorbeer\u00f6l behandelte Huf wuchs im Schnitt um\u00a0<strong>ca. 12 % schneller<\/strong>\u00a0als die Gegenseite. Es kommt dabei der Massageeffekt, der Wirkstoff des Lorbeer\u00f6les und die Kombination daraus als Grund f\u00fcr den biologischen Wachtumsverbesserungsfaktor in Betracht:\r\n<ul>\r\n \t<li>Mechanisch wird durch die Massage die hornbildende Zelle im Saumband stimuliert.<\/li>\r\n \t<li>Das Lorbeer\u00f6l hat eine mild-reizende Wirkung auf diese Zellen.<\/li>\r\n \t<li>Die Kombination aus beiden ist vermutlich schlussendlich verantwortlich f\u00fcr den Effekt.<\/li>\r\n<\/ul>","type":"rich","thumbnail_url":"https:\/\/pferdegesundheitsakademie.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hufpflege-1-150x150.jpg","thumbnail_width":150,"thumbnail_height":150}