{"version":"1.0","provider_name":"Pferdegesundheitsakademie","provider_url":"https:\/\/pferdegesundheitsakademie.de","author_name":"Dr. Kai Kreling","author_url":"https:\/\/pferdegesundheitsakademie.de\/author\/ar\/","title":"Stute \u2013 das unheimliche Wesen","html":"<h2><strong>\u00dcberblick aus tiermedizinischer Sicht<\/strong><\/h2>\r\n<h2><strong>Physiologische Daten der Pferdezucht: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Long day breeder =&gt; bei steigender Tageslichtl\u00e4nge steigt auch die sexuelle Aktivit\u00e4t der Stuten<\/li>\r\n \t<li>Die physiologische Decksaison geht von Februar bis Juli.<\/li>\r\n \t<li>Das Licht wird \u00fcber die Augen wahrgenommen, ans Gehirn weiter geleitet und f\u00fchrt dort zur Einleitung der hormonellen Aktivit\u00e4t.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Aktuelle Situation: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Das schlecht Wetter bedingt ein nur verz\u00f6gert anlaufendes hormonelles Geschehen, da durch Lichtmangel die Signalkaskade st\u00e4ndig abrei\u00dft.<\/li>\r\n \t<li>Daraus resultiert auch eine Stagnation der Ovarfunktion<\/li>\r\n \t<li>Kommt es dann zur gesteigerten Lichtexposition durch Sonnenschein, reifen die Follikel auf den Ovarien explosionsartig.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Regulationsmechanismen: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Zwei Schaltzentren im Gehirn dienen als \u00fcbergeordnete Regelstellen, die auf die Ovarfunktion Einflu\u00df nehmen. Dies ist der Hypothalamus und die Hypophyse. Es kommt zur Aussch\u00fcttung der Regelhormone LH und FSH.<\/li>\r\n \t<li>Die Ovarien produzieren je nach Zyklusstand \u00d6strogen oder Progesteron.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Zyklus der Stute: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Die Dauer des Zyklus betr\u00e4gt 21 Tage +\/- 2 Tage.<\/li>\r\n \t<li>Zu Beginn der Zuchtsaison sind die Ovarien ohne Funktionsgebilde.<\/li>\r\n \t<li>In den ersten Tagen des Zyklus reifen vereinzelt mehrere kleine Follikel heran.<\/li>\r\n \t<li>Bei erreichen des Zyklush\u00f6hepunktes bleibt noch ein Follikel der am Anfang angebildeten \u00fcbrig.<\/li>\r\n \t<li>Zum Zeitpunkt des Eisprungs (Ovulation) l\u00e4uft der zuletzt \u00fcbrig gebliebene Follikel aus.<\/li>\r\n \t<li>Der entstandene H\u00f6hlraum f\u00fcllt sich mit Blut =&gt; Blutk\u00f6rper.<\/li>\r\n \t<li>Im weiteren Verlauf des Zyklus organisiert sich der Blutk\u00f6rper und aus diesem entsteht der Gelbk\u00f6rper.<\/li>\r\n \t<li>Zum Ende des Zyklus, vor Beginn der neuen Ovulation, kommt es zur Luteolyse. Dies ist der Vorgang bei dem der bestehende Gelbk\u00f6rper aufgel\u00f6st wird und ein neuer Follikel ovulieren kann.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Wann ist der richtige Zeitpunkt der Besamung bzw. der Bedeckung? <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>3. \u2013 4. Tag der Rosse<\/li>\r\n \t<li>Die Rosse ist an \u00e4u\u00dferlich sichtbaren Anzeichen zu erkennen. Zu diesen z\u00e4hlen der klare Scheidenausflu\u00df, die R\u00f6tung der Schamschleimhaut, das \u201ezickige\u201c Verhalten der Stute und das h\u00e4ufige Scheuern der Schweifr\u00fcbe.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Vorg\u00e4nge bei der Befruchtung des Eies: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Die Eizelle entspringt dem ovulierten Follikel und gelangt in die Tube des Eileiters.<\/li>\r\n \t<li>Nun erfolgt die Wanderung bis zu einer definierten Engstelle.<\/li>\r\n \t<li>An dieser Engstelle kommt es zum Zusammentreffen der Eizelle mit der m\u00e4nnlichen Samenzelle.<\/li>\r\n \t<li>Nach der erfolgten Befruchtung tritt die Eizelle eine 5-6 t\u00e4gige Wanderung durch den Eileiter an und gelangt in die Geb\u00e4rmutter.<\/li>\r\n \t<li>In der Geb\u00e4rmutter ist die Eizelle bis zum ca. 40 Tag nach der Befruchtung frei beweglich.<\/li>\r\n \t<li>Im sp\u00e4teren Zeitraum kommt es zur Implantation in der Geb\u00e4rmutterschleimhaut. Hierdurch bilden sich an diesen Stellen sog. Endometrial Cups aus, die f\u00fcr die Bildung von PMSG verantwortlich sind.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Hormonprofil w\u00e4hrend der Tr\u00e4chtigkeit: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Ab der Befruchtung des Eies kommt es durch den bestehen bleibenden Gelbk\u00f6rper zur Progesteronproduktion bis zum 100ten Tag.<\/li>\r\n \t<li>Vom Zeitpunkt der Nidation bis zum 120ten Tag ist PMSG aus den Endometrial Cups nachweisbar.<\/li>\r\n \t<li>Der \u00d6strogenanstieg aus dem bestehenden Corpus luteum erfolgt ab dem 35ten Tag<\/li>\r\n \t<li>\u00d6stronsulfat, das fetal produziert wird, ist ab dem 70ten Tag nach der Befruchtung nachweisbar.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Warum Zuchthygiene bei der Stute? <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Hierdurch k\u00f6nnen m\u00f6glichst hohe Befruchtungsergebnisse erzielt werden.<\/li>\r\n \t<li>Der Hengst im Natursprung wird vor Infektionen durch infizierte Stuten gesch\u00fctzt.<\/li>\r\n \t<li>Dadurch wird auch f\u00fcr alle nachfolgenden Stuten das Risiko f\u00fcr Genitalinfektionen gesenkt.<\/li>\r\n \t<li>Nichttragend werdende Stuten, die eine unerkannte genitale Infektion haben, senken das Besamungsergebnis eines gesunden Hengstes. Hieraus lassen sich f\u00e4lschlich schlechte Besamungsindizes eines Hengstes ableiten.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Einflussfaktoren auf Befruchtungsergebnisse: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Saubere Umgebung, in der die Stuten leben, hat entscheidenden Einfluss auf die Befruchtungsergebnisse.<\/li>\r\n \t<li>Hierzu korreliert der Ern\u00e4hrungszustand. Unterern\u00e4hrte Stuten sind nicht in der Lage die Zusatzleistung \u201cTr\u00e4chtigkeit\u201c aufzubringen. Der Organismus ist zur Konzeption nicht bereit. Ebenso sinkt bei diesen Stuten auch die Abwehrf\u00e4higkeit und genitale Infektionen k\u00f6nnen sich ausbreiten. Bei zu gut gen\u00e4hrten Stuten kommt es auch zum Abfall der Befruchtungsf\u00e4higkeit.<\/li>\r\n \t<li>Das Licht (s.o.) stellt f\u00fcr die Fruchtbarkeit einen essentiellen Faktor dar. Auch beeinflussen die anderen Komponenten des Klimas die Fruchtbarkeit.<\/li>\r\n \t<li>Von entscheidender Bedeutung ist die organische Gesundheit der Stute. Hier ist es sowohl die allgemeine als auch die speziell gyn\u00e4kologische Gesundheit.<\/li>\r\n \t<li>Gerade die Keimverh\u00e4ltnisse im Genitale der Stute haben entscheidenden Einfluss.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Infektionen bei der Stute: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Bakterien\r\n<ul>\r\n \t<li>beta-h\u00e4molysierende Streptokokken<\/li>\r\n \t<li>Klebsiellen<\/li>\r\n \t<li>Pseudomonaden<\/li>\r\n \t<li>H\u00e4molysierende E.coli<\/li>\r\n \t<li>H\u00e4molysierende Staphylokokken<\/li>\r\n \t<li>Taylorella Equigenitalis = Contagi\u00f6se Equine Metritis (CEM) Dieser Erreger hat besondere Bedeutung beim Export von Hengsten, Stuten und Sperma in die USA und Kanada. Diese L\u00e4nder sind frei von CEM und verlangen Gesundheitszeugnisse der Tiere bzw. des Samens, der dorthin transportiert wird.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<ul>\r\n \t<li>Viren\r\n<ul>\r\n \t<li>Besondere Bedeutung hat das Equine Herpes-Virus 1 und 4. Hierbei kommt es zum Ausbleiben der Befruchtung, Abbruch der Tr\u00e4chtigkeit und Sp\u00e4taborte ab dem 7. Monat.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n \t<li>Hefen\r\n<ul>\r\n \t<li>Diese Erreger kommen mit steigender Tendenz im weiblichen Genitale vor. Noch vor ca. 30 Jahren machten sie einen Anteil von 0,7% aus. Heute liegen sie bei 8,8% der untersuchten Stuten. Dies ist ein Anstieg von 12,7%.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<ul>\r\n \t<li>Mit zunehmender L\u00e4nge der Zuchtsaison kommt es zu einem Anstieg von pathogenen Erregern im weiblichen Genitale.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Wodurch entstehen Genitalinfektionen? <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Nach Schwergeburten, Geburtshilfe und Nachgeburtsverhalten mit Verl\u00e4ngerung der nachgeburtlichen Phase. Hierbei kommt es oft zur verz\u00f6gerten Umgestaltung der Geb\u00e4rmutter nach der Tr\u00e4chtigkeit. Dadurch sinkt die Bereitschaft der schnellen Befruchtungsf\u00e4higkeit in der Fohlenrosse.<\/li>\r\n \t<li>Mangelhafter Scheidenschlu\u00df f\u00fchrt zur Gefahr der aufsteigenden Infektionen und durch Lufteinstrom zur st\u00e4ndigen Reizung des Genitale.<\/li>\r\n \t<li>Mangelhafte Besamungs-\/ Bedeckungshygiene und hohe Besamungsfrequenz f\u00f6rdern die Entstehung von Infektionen.<\/li>\r\n \t<li>Ver\u00e4nderungen in der Geb\u00e4rmutter wie z.B. Endometriumszysten hemmen das Einnisten der Fruchtblase in die Geb\u00e4rmutterschleimhaut.<\/li>\r\n \t<li>Stuten in hohem Alter, gerade wenn es die erste Bedeckung\/ Besamung ist, weisen oft deutlich schlechter Besamungsergebnisse auf. Das liegt zum einen an den altersbedingten Ver\u00e4nderungen im Genitale, zum anderen aber auch an der gesenkten Abwehrsituation im Alter.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Wie erkennt man Infektionen der Zuchtstute? <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Bei Tieren, die l\u00e4ngere Zeit nicht tragend werden, ist immer an Genitalinfektionen zu denken.<\/li>\r\n \t<li>Auch das Ausbleiben der Rosse kann ein deutliches Anzeichen hierf\u00fcr sein.<\/li>\r\n \t<li>In besonders schweren F\u00e4llen kann sogar das Allgemeinbefinden des Tieres gest\u00f6rt sein.<\/li>\r\n \t<li>Oft sind aber nur leichte Sekretspuren an der Scheide zu erkennen.<\/li>\r\n \t<li>Bei einer gyn\u00e4kologischen Untersuchung stellt man fest, dass der Geb\u00e4rmuttermund ge\u00f6ffnet ist.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Nicht infektionsbedingte Probleme der Zuchtstute: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>F\u00fctterungs- und Haltungsfehler und Parasiten beeinflussen die allgemeine Stoffwechsellage der Stute und senken bei ung\u00fcnstigen Bedingungen die Fruchtbarkeit.<\/li>\r\n \t<li>Hormondefizite sind relativ selten im Vergleich zu anderen Erkrankung. Wenn sie jedoch auftreten, sind sie oft schlecht therapierbar.<\/li>\r\n \t<li>Weitaus h\u00e4ufiger kommt es bei Stuten zu organischen Problemen. Hierzu z\u00e4hlen Eileiterverklebungen, Zysten in der Geb\u00e4rmutter, Narbenbildung und chronische Entz\u00fcndungen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Diagnosem\u00f6glichkeiten: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Die rektale Untersuchung und der Ultraschall geben die ersten Hinweise bei deutlich f\u00fchlbaren Ver\u00e4nderungen.<\/li>\r\n \t<li>Zur Diagnostik von infekti\u00f6sen Erkrankungen verwendet man die Tupferprobe. Hierbei werden, je nach Erregernachweis, Tupfer aus dem Uterus, dem Scheidendach (Chlamydien), oder dem Klitorissinus (Taylorella equigenitalis) entnommen.<\/li>\r\n \t<li>Weitere Untersuchungsverfahren sind die Endoskopie mit gleichzeitiger Biopsie von Gewebeanteilen und sp\u00e4terer histologischer Untersuchung.<\/li>\r\n \t<li>Auch Blutproben k\u00f6nnen Aufschluss \u00fcber krankhafte Prozesse geben.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Welche therapeutischen M\u00f6glichkeiten gibt es? <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Wichtig ist die Spezifikation des Erregers vor Beginn der Therapie.<\/li>\r\n \t<li>Bei bakteriellen Erkrankungen erfolgt die Antibiose entsprechend dem angefertigten Antibiogramm.<\/li>\r\n \t<li>Je nach Ausma\u00df der Erkrankung empfiehlt sich die mehrmalige Sp\u00fclung des Uterus um einen hohen Verd\u00fcnnungseffekt der Erreger zu erzielen.<\/li>\r\n \t<li>Liegen Dysfunktionen der hormonellen Regulation vor, so kann der Einsatz von Hormonen, die Bestrahlung mit UV-Licht im Solarium und die Optimierung der F\u00fctterungs- und Haltungsbedingungen angezeigt sein.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>K\u00fcnstliche Besamung in der Pferdezucht: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Die Verbreitung der k\u00fcnstlichen Besamung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.<\/li>\r\n \t<li>Dies begr\u00fcndet sich in den nun hohen Verf\u00fcgbarkeit einzelner Hengst und in der vereinfachten Transportsituation von Stuten, die weit von den gew\u00fcnschten Hengsten entfernt stehen.<\/li>\r\n \t<li>Das verwendete Frischsperma ist einfach zu handhaben und die Besamungsergebnisse sind mit dem Natursprung vergleichbar.<\/li>\r\n \t<li>Deutlicher Vorteil ist die geringere Infektionsgefahr f\u00fcr Hengst und Stute.<\/li>\r\n \t<li>Die Kosten sind bei der k\u00fcnstlichen Besamung h\u00f6her als im Natursprung, da hohe Versandkosten bestehen. Hier gilt jedoch zu bedenken, dass ein evtl. Transport der Stute zum Hengst diese Kosten bei weitem \u00fcbersteigt.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Voraussetzungen, die die Stute erf\u00fcllen muss: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Nur fruchtbare Stuten der Klasse 1 + 2 werden k\u00fcnstlich besamt.<\/li>\r\n \t<li>Sie m\u00fcssen eine negative Tupferprobe aufweisen.<\/li>\r\n \t<li>Der Uterus muss intakt und frei von Fl\u00fcssigkeitsansammlungen sein.<\/li>\r\n \t<li>Es bedarf funktionst\u00fcchtiger Eierst\u00f6cke, einem guten F\u00fctterungszustand und der regelm\u00e4\u00dfigen Entwurmung.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Besamung der Stuten: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Besamt werden die Stuten ab einer Follikelgr\u00f6\u00dfe von 35 mm und weicher Konsistenz<\/li>\r\n \t<li>Zu diesem Zweck bedarf es einer regelm\u00e4\u00dfigen Follikelkontrolle alle 12 Stunden.<\/li>\r\n \t<li>In problematischen F\u00e4llen kann die Anwendung von Hormonen (hcG) zur Induktion des Eisprungs n\u00f6tig sein.<\/li>\r\n \t<li>Bei unsicherer Prognose ist es ratsam den Uterus vor bzw. nach der Besamung zu sp\u00fclen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Besamen oder Decken lassen? <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Die durchschnittliche Erfolgsstatistik beim Natursprung liegt bei 90%, die von Nativsperma bei 85% und bei Tiefgefriersperma bei 65%.<\/li>\r\n \t<li>Diese Werte gelten f\u00fcr Stuten der Klasse 1!<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Erfolgsrate Schweden: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Aus dieser Untersuchung lassen sich folgende Werte entnehmen:\r\n<ul>\r\n \t<li>Der Natursprung bringt 69,4% lebende Fohlen<\/li>\r\n \t<li>Bei Frischsperma liegt die Zahl lebender Fohlen bei 72,9%<\/li>\r\n \t<li>Tiefgefriersperma hat eine Erfolgsrate von 52,2% bei gek\u00fchltem Transport<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Wie erfolgt die Tr\u00e4chtigkeitsdiagnostik? <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>\u00dcber Blutproben k\u00f6nnen die spezifischen Hormone f\u00fcr den entsprechenden Tr\u00e4chtigkeitszeitraum nachgewiesen werde.<\/li>\r\n \t<li>Durch die rektale Untersuchung ist die Verdachtsdiagnose ab dem 20. Tag der Tr\u00e4chtigkeit zu stellen. Zu sp\u00e4teren Zeitpunkten steigt die Sicherheit der Aussagekraft. Hierbei ist allerdings keine Abgrenzung von Zwillingstr\u00e4chtigkeiten m\u00f6glich.<\/li>\r\n \t<li>Per Ultraschall ist die Diagnose Tr\u00e4chtigkeit schon ab dem 16. Tag zu stellen. Auch pathologische Befunde k\u00f6nnen durch diese Untersuchung erfasst werden.<\/li>\r\n \t<li>Wichtig ist die Wiederholung der Untersuchung um den 45. Tag und erneut um den 120. Tag, da es vorher immer noch zu einem unerw\u00fcnschten Abbruch der Tr\u00e4chtigkeit kommen kann.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h2><strong>Tr\u00e4chtigkeitserhaltende Ma\u00dfnahmen: <\/strong><\/h2>\r\n<ul>\r\n \t<li>Ausgewogene Ern\u00e4hrung<\/li>\r\n \t<li>Hygiene<\/li>\r\n \t<li>Regelm\u00e4\u00dfiges Impfen<\/li>\r\n \t<li>Parasitenkontrolle<\/li>\r\n<\/ul>","type":"rich"}